Ministeriums für Krisen- und Katastrophenhilfe

Die Jahre an der Spitze des Ministeriums für Krisen- und Katastrophenhilfe

Im Januar 2007 wurde Viktor Khrapunov durch Beschluss des Präsidenten zum Minister für Krisen- und Notsituationen ernannt (zuständig für die Organisation und Leitung von Hilfsmaßnahmen bei Naturkatastrophen und Unfällen). In diesem weniger wichtigen Ressort musste der frühere Bürgermeister von Almaty, der schon prestigeträchtigere Ministerämter ausgeübt hatte, sich nicht großartig beweisen. Seiner Gewohnheit entsprechend nahm er diese Aufgabe jedoch sehr ernst, und stellte seine Erfahrungen mit Leib und Seele in den Dienst seines Landes.

Innerhalb von sechs Monaten erarbeitete Viktor Khrapunov mit der Unterstützung von kasachischen und internationalen Experten (unter anderem aus Russland, Weißrussland und Aserbaidschan) ein neues nationales Präventionsprogramm und ein System zur Notfall- und Krisenbewältigung. Sein Projekt wurde von der Regierung befürwortet, aber der Präsident weigerte sich, ihm den Status eines Planes auf nationaler Ebene anzuerkennen.

In den wenigen Monaten and der Spitze dieses Ministeriums musst Viktor Khrapunov sich mit mehreren großen Krisen auseinandersetzen: im Frühjahr 2007 leitete er persönlich die Operationen zur Eindämmung des Hochwassers in Folge des Schmelzwassers im Fluss Syr-Daria; im Sommer (15. Juli 2007) steuerte er die politischen Konsequenzen eines in der Ukraine entgleisten kasachischen Zuges mit gelbem Phosphor, das in Brand geraten war und nur sehr langsam verglühte; wiederum im Sommer (6. September 2007) beaufsichtigte er die Arbeiten zur großflächigen Dekontamination in der Region Karaganda nach dem fehlgeschlagenen Start einer “Proton”-Rakete, die einen japanischen Satelliten transportiert hatte.

Am 29.Oktober 2007 reichte Viktor Khrapunov beim Präsidenten der Republik sein Rücktrittsgesuch ein. Nach einem Gespräch mit Letzterem, wurde er am 1. November 2007 offiziell von seinen Ministerämtern freigestellt.